SG – HSG Böblingen/Sindelfingen 3 | 36:33 (20:20)
Aller guten Dinge sind drei! Nach zwei bitteren Niederlagen zum Saisonauftakt konnten unsere Männer 1 am Samstagabend endlich den ersten Saisonsieg einfahren. In einem hitzigen Derby gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen 3 setzte sich unsere SG vor rund 250 Zuschauern in der gut gefüllten Aidlinger Buchhaldenhalle mit 36:33 durch. Handballerisch war es sicherlich kein Leckerbissen, doch mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, viel Kampfgeist und vor allem der richtigen Mentalität in den entscheidenden Momenten behielt unsere SG diesmal die Oberhand.
Die Partie begann ausgeglichen, ehe unsere Männer nach knapp zehn Minuten erstmals etwas deutlicher auf 7:4 davonziehen konnten. Doch wie bereits in den ersten beiden Saisonspielen gelang es nicht, die guten Phasen konsequent zu nutzen und sich nachhaltig abzusetzen. Technische Fehler und Unkonzentriertheiten im Angriff ermöglichten es den Gästen, innerhalb weniger Minuten wieder auszugleichen und beim 8:9 sogar selbst in Führung zu gehen. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keine der beiden Mannschaften entscheidende Vorteile erspielen konnte. Immer wieder legte die HSG vor, immer wieder fand unsere SG eine Antwort. So ging es nach einer torreichen, aber spielerisch durchwachsenen ersten Hälfte mit einem leistungsgerechten 20:20 in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst ein bekanntes Bild. Unsere Männer hielten die Partie offen, schafften es aber erneut nicht, in den wichtigen Situationen die nötige Konsequenz auf die Platte zu bringen. Statt selbst die Führung zu übernehmen, lief unsere SG über weite Strecken der zweiten Halbzeit einem knappen Rückstand hinterher. Beim 24:26 in der 40. Minute und wenig später beim 25:27 drohte sich die Geschichte der vergangenen beiden Spiele zu wiederholen. Erneut war man über lange Zeit mindestens auf Augenhöhe, brachte sich durch eigene Fehler aber immer wieder um den verdienten Lohn.
Doch an diesem Abend sollte es anders kommen.
Angetrieben von der lautstarken Unterstützung der heimischen Zuschauer kämpften sich unsere Männer zurück in die Begegnung. Mit zunehmender Spieldauer wurde vor allem in der Defensive entschlossener zugepackt. Jeder gewonnene Zweikampf, jeder Ballgewinn und jede gelungene Abwehraktion gab der Mannschaft neuen Schwung. Über das 27:27 gelang beim 29:28 in der 47. Minute schließlich die erneute Führung. Das Derby blieb allerdings hart umkämpft. Auch beim 32:30 rund neun Minuten vor Schluss war noch lange nichts entschieden.
Als die Gäste in der 56. Minute zum 33:33 ausglichen, stand unsere SG erneut vor genau jener Situation, an der sie in den ersten beiden Saisonspielen noch gescheitert war. In den entscheidenden Momenten war man bislang eingebrochen und hatte die Spiele aus der Hand gegeben. Diesmal bewiesen unsere Männer jedoch, dass sie aus diesen Erfahrungen gelernt hatten.
Statt nervös zu werden, übernahm unsere SG Verantwortung. Rosien verwandelte einen wichtigen Siebenmeter zur erneuten Führung, ehe Kuttruff auf 35:33 erhöhte. Vor allem die Abwehr zeigte in dieser Phase ihre beste Leistung des Abends, ließ keinen weiteren Gegentreffer mehr zu und erarbeitete sich die entscheidenden Ballgewinne. Mit dem Treffer zum 36:33 durch Rosien war die Partie schließlich entschieden. Die letzten Minuten spielte unsere SG konzentriert herunter und brachte den umjubelten Derbysieg über die Zeit.
Kein schöner Sieg, aber ein enorm wichtiger! Spielerisch bleibt für die kommenden Wochen sicherlich noch einiges an Arbeit. Zu viele technische Fehler, fehlende Konsequenz und unnötige Ballverluste verhinderten auch diesmal über weite Strecken, dass unsere Männer ihr vorhandenes Potenzial vollständig ausschöpfen konnten. Umso erfreulicher war jedoch die Reaktion der Mannschaft in der Schlussphase. Wo man in den vergangenen beiden Begegnungen noch den Faden verloren hatte, war unsere SG diesmal hellwach, kämpfte füreinander und entschied die wichtigen Situationen insbesondere in der Abwehr für sich.
Für die SG waren im Einsatz: Timo Rosien, Marc Weidel, Nicolas Butsch, Oliver Sommerweiß, Finn Baudy, Tom Kleinfeldt (2), Marco Bruckner (7), Dominik Scheuble (4), Ivan Sego (3), Ronald Rosien (7), Valentin Kiesenbauer (2), Kevin Kuttruff (4), Moritz Fritz (1), Daniel Vogt (6), Jona Mück